In der gut besuchten Gründungsversammlung wurden zunächst in
einer regen Aussprache die Gründe dargelegt, die bei allen Aktiven zu der
Einsicht geführt haben, dass eine Weiterentwicklung des auch in Langen so
populär gewordenen Tischtennissportes nur möglich ist in einem in jeder
Hinsicht unabhängigen und nur diesem Sport dienenden Verein.
Vor allem wurde scharf Stellung genommen gegen die teilweise
verbreitete Meinung, der Wunsch der Tischtennissportler Langens nach der
Gründung eines eigenen Vereins beruhe auf politischen Gesichtspunkten oder gar
persönlichen Differenzen mit Mitgliedern eines der Langener Großvereine.
Maßgebend hierfür waren vielmehr allein – durch die heutige Notzeit vieler
Sportvereine bedingte- wirtschaftliche Gründe.
Sodann wurde von der Versammlung der Satzungsentwurf angenommen,
aus dem hervorgeht, dass die einzige ideelle Grundlage des Vereins die Freude
seiner Mitglieder am Tischtennissport ist, der auf möglichst breiter Grundlage
und unter besonderer Würdigung der Jugendbetreuung betrieben werden soll.
Anschließend wurde der Vorstand, wie folgt, einstimmig
gewählt:
Gerd Albert, 1.Vorsitzender; Hans Schön, 2.Vorsitzender;
Albert Schäfer, Kassierer; Frl. Ilse Werner, Schriftführerin.
Gerd Albert führte in seinem Schlusswort u.a. aus, der
Bestand des TTC Langen könne schon jetzt als gesichert angesehen werden auf
Grund des bekannten Idealismus eines jeden Mitglieds, seiner zahlreichen
Gönner, seiner starken Jugendabteilung und nicht zuletzt der sportlichen
Leistungsfähigkeit seiner aktiven Spieler.
aus
Langener Zeitung vom 5.12.1950